Benutzeranmeldung

Walhalla-Ritt

Am 16. Juli startete unser Walhalla-Ritt nach Regensburg. Diesem Ritt hatte ich am meisten entgegengefiebert, da er uns 7 Tage über ca 240 km in die Oberpfalz führen würde und die Vorbereitung sich schon als sehr schwierig erwies.
Frohgemut starteten wir mit 6 Reitern in Richtung Aying, wo wir im Gasthof zur Post zu Mittag aßen, während sich unsere Pferde im Schatten ausruhten. Weiter ging es nach Ilching, wo wir unser erstes Nachtlager aufschlugen.
Nach einem leckeren Frühstück sattelten wir unsere Pferde und los gings quer durch den Ebersberger Forst, den wir im flottem Trab durchritten. Abends erwarteten uns komfortable Ferienwohnungen und die Pferde eine grüne Wiese.
Weiter ging es am nächsten Tag durch das Erdinger Moos und am Flughafen vorbei. Viele ebene Wiesenwege luden zu ausgedehnten Galoppaden ein und die Pferde hatten sichtlich Spaß dabei. Selten wurden wir so freundlich willkommen geheißen wie an diesem Abend im Islandpferdehof Buchenthal. In einem reizenden kleinen Ferienhäuschen durften die Reiter schlafen, während für die Pferde eine große Koppel zur Verfügung stand. Ein leckeres Abendessen in familiärer Atmosphäre und eine vorzügliche Versorgung der Pferde machten diesen Aufenthalt perfekt.
Gerne wären wir hier länger geblieben, aber wir mußten weiter immer in Richtung Norden in die Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebietes Europas. Die Landschaft hatte sich nun schon sehr verändert. Während vorher das Erdinger Moos mit langen geraden Wiesenwegen begeisterte, trabten wir nun durch die einzigartigen Hopfengärten der Hallertau. Ein wirklich einmaliges Erlebnis! Abends wurden wir wieder äußerst herzlich beim Verein "Mensch und Pferd" in Rottenburg an der Laaber willkommen geheißen. Für die Pferde hatten wir hier den Luxus von Paddockboxen und für die Reiter einen urigen Schlafsaal mit Stockbetten, was bei manchen die Erinnerung an Reiterferien im Kindesalter weckte.
Der nächste Tag führte uns weiter durch die Hallertau und schon nah an Regensburg heran, nach Wolkering. Dort übernachteten die Pferde auf Paddocks und wir trockneten uns in gemütlichen Zimmern, da es den ganzen Tag nur geregnet hatte.
Glücklicherweise hörte der Regen am nächsten Tag auf und wir ritten einigermaßen getrocknet und frohen Mutes weiter nach Osten wieder etwas von Regensburg weg um eine pferdetaugliche Brücke über die Donau zu finden. In Wörth an der Donau verbrachten wir die Nacht und fieberten dem letzten Tag unserer Reise entgegen.
Der letzte Tag führte uns direkt an der Donau entlang nach Donaustauf. Dort stiegen wir das letzte Stück mit den Pferden zur Walhalla, unserem Ziel, hinauf.
Nach etwa 240 km waren wir endlich da und jeder freute sich auf eine Rast. Die Pferde "parkten" wir im Schatten an Bäumen angebunden, während wir picknickten und die Walhalla von innen und außen besichtigen und natürlich noch etliche Erinnerungsfotos machten.
Unsere Troßfahrer rückten nach langer Stau-Verzögerung endlich an und noch nie hatte ich in 10 Minuten 6 Pferde verladen. :-)